Leasing-Erlasse des Bundesministerium der Finanzen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat 1971 den Vollamortisations-Erlass veröffentlicht. Er regelt die Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums von Leasing-Objekten und die bilanzielle Abbildung von Leasing-Verhältnissen in den Jahresabschlüssen von Leasing-Geber und Leasing-Nehmer.

Insgesamt gibt es 4 Leasing-Erlasse. Wir beschränken uns hier auf die beiden wichtigsten Erlasse:

Vollamortisations-Erlass

Im Mobilien Leasing-Erlass wird zu Beginn das Finanzierungs-Leasing definiert: Danach handelt es sich dann um Finanzierungs-Leasing, wenn der Leasingvertrag

  • über eine bestimmte Zeit - die Grundmietzeit - abgeschlossen wird, während der dieser bei vertragsgemäßer Erfüllung von beiden Vertragsparteien nicht gekündigt werden kann und
  • der Leasing-Nehmer mit den in der Grundmietzeit zu entrichtenden Raten mindestens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie alle Nebenkosten einschließlich der Finanzierungskosten des Leasing-Gebers deckt.

» Hier geht es zum Originaltext: Vollamortisations-Leasing-Erlass.

Teilamortisations-Erlass

Hierbei geht es um die steuerrechtliche Zuordnung der Leasing-Objekts bei verschiedenen Vertragsmodellen. Gemeinsames Merkmal dieser Vertragsmodelle ist, dass eine Grundmietzeit vereinbart wird, die mehr als 40%, jedoch nicht mehr als 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasing-Gegenstandes beträgt und dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Leasing-Gebers sowie alle Nebenkosten einschließlich der Finanzierungskosten des Leasing-Gebers in der Grundmietzeit durch die Leasing-Raten nur zum Teil gedeckt werden.

» Hier geht es zum Originaltext: Teilamortisations-Erlass.